Bis zur U6 laufen die Vorsorgetermine wie von selbst: Sie kommen dicht hintereinander, meist hängt ein Impfblock daran, und irgendwer erinnert Sie. Danach wird es still. Die U7 ist der erste Termin, den Eltern wirklich selbst im Blick behalten müssen — und die U7a folgt erst rund ein Jahr danach.
Genauso ändert sich, was Sie beitragen. Bei der U3 waren es Zahlen: Trinkmengen, nasse Windeln, Gewicht. Bei der U7 und der U7a geht es um Sätze — wie das Kind spricht, isst, schläft, spielt und sich in einer Gruppe verhält. Das steht in keinem Protokoll, das weiß nur, wer das Kind jeden Tag erlebt.
Wann die U7 und die U7a fällig sind
| Untersuchung | Zeitfenster | Das Kind ist dann |
|---|
| U7 | 21.–24. Lebensmonat | knapp zwei Jahre alt |
| U7a | 34.–36. Lebensmonat | kurz vor dem dritten Geburtstag |
Die Zeitfenster sind fest, deshalb lohnt sich der Anruf in der Praxis eher zu früh als zu knapp — besonders vor der U7a, die vom Ende der U7 noch einmal rund neun Monate entfernt liegt. Die vollständige Reihe von U1 bis U9 mit allen Zeiträumen steht im Artikel zum digitalen U-Heft.
Warum gerade diese Termine untergehen
Die U6 endet mit dem 12. Lebensmonat, die U7 beginnt frühestens im 21. — dazwischen liegen rund acht Monate ohne festen Termin. Davor lagen zwischen zwei Untersuchungen selten mehr als zwei oder drei Monate.
Dazu kommt: Der Impfkalender hört in dieser Phase auf, Sie in die Praxis zu holen. Im deutschen Schema, mit dem unsere App rechnet, liegen die letzten regulären Dosen des Kleinkindalters bei 15 Monaten — die zweite Dosis gegen Masern-Mumps-Röteln und die zweite gegen Varizellen. Bis zum dritten Geburtstag folgt danach keine reguläre Dosis mehr. Alle Termine im Detail stehen im Impfplan Baby Deutschland.
ℹ️Info:Sunny Seed erinnert an fällige Impfdosen — sieben und drei Tage vorher — und meldet sich, wenn längere Zeit gar nichts eingetragen wurde. An U-Termine erinnert die App nicht. Für die U7 und die U7a tragen Sie sich den frühesten Monat am besten selbst in den Kalender Ihres Telefons ein.
Der Elternfragebogen: was Sie vorher zusammentragen
Zu diesen Untersuchungen gehört meist ein Bogen, den Sie als Eltern ausfüllen — je nach Praxis vorab zu Hause oder im Wartezimmer. Er fragt keine Medizin ab, sondern Alltag. Und Alltag lässt sich schlecht rekonstruieren, während ein Zweijähriger im selben Raum den Papierkorb entdeckt.
Was sich lohnt, in den Wochen davor beiläufig festzuhalten:
- Sprache: ungefähre Anzahl der Wörter, ob Zwei-Wort-Sätze kommen, ob Sie und Fremde das Kind verstehen
- Schlaf: Einschlafzeit, ob es noch einen Mittagsschlaf gibt, nächtliches Aufwachen. Die Richtwerte für dieses Alter stehen in der Schlaftabelle nach Alter
- Essen: isst am Familientisch mit, löffelt selbst, verweigert bestimmte Gruppen dauerhaft
- Sauberwerden: wie oft das Töpfchen klappt, ob es überhaupt Thema ist — im Windel-Eintrag lässt sich auf den Töpfchen-Modus umstellen
- Verhalten: Wutanfälle, Trennungssituationen, wie die Eingewöhnung in der Kita läuft
- Was Ihnen aufgefallen ist: beim Sehen, beim Hören, beim Laufen — ohne es selbst einordnen zu wollen
Was in der Untersuchung selbst geprüft wird, geben bundesweite Vorgaben vor — nicht dieser Artikel. Ihr Teil ist der Bogen und Ihre Fragenliste. Für die Termine im ersten Jahr gibt es dieselbe Vorbereitung in einer eigenen Fassung: U3 und U6 vorbereiten.
„Was muss mein Kind können?“
Diese Frage kommt vor jeder U — und sie ist falsch gestellt. Es gibt keine Liste, die ein Kind mit 24 Monaten abgehakt haben muss. Es gibt Normbereiche, und die sind weiter, als die meisten erwarten.
Diese Fähigkeiten kommen in der Regel bis zur U7:
| Fähigkeit | Normbereich |
|---|
| Läuft sicher | 12–20 Monate |
| Stapelt 2 Klötze | 12–18 Monate |
| Kritzelt | 12–24 Monate |
| Zeigt auf Bilder | 12–20 Monate |
| Spielt Rollenspiele | 14–24 Monate |
| 2-Wort-Sätze | 16–24 Monate |
Ein Fenster von acht oder zwölf Monaten heißt: Zwei Kinder können beide völlig unauffällig sein und trotzdem ein halbes Jahr auseinanderliegen. Bei den Zwei-Wort-Sätzen reicht das späte Ende sogar bis rund 30 Monate — nachzulesen in der Übersicht zu Entwicklungsverzögerung, die auch die Zeichen nennt, bei denen sich Nachfragen wirklich lohnt.
Für die U7a nennen wir bewusst keine solche Tabelle: Unser Meilenstein-Katalog endet bei 24 Monaten, und Normbereiche für Dreijährige würden wir uns ausdenken müssen. Was mit knapp drei Jahren zu erwarten ist, ordnet die Praxis ein — Ihre Beobachtung aus dem Alltag ist dafür die bessere Grundlage als jede Liste aus dem Internet.
⚠️Warning:Fehlt eine Fähigkeit, ist das kein Befund, sondern ein Punkt für den Termin. Sunny Seed stellt keine Diagnose, führt kein Entwicklungsscreening durch und ersetzt weder das gelbe U-Heft noch die Kinderarztpraxis. Die App ist nicht mit Gesundheitsbehörden verbunden und nicht ärztlich geprüft.
Was Sunny Seed dabei übernimmt — und was nicht
Der Nutzen liegt nicht im Termin selbst, sondern in den Wochen davor. Schlaf, Mahlzeiten, Windeln und Töpfchen, Messungen, Meilensteine, Krankheiten, Medikamente, Arztbesuche und Tagebuchnotizen laufen in einer gemeinsamen Chronik zusammen. Am Abend vor der U7 scrollen Sie die letzten Wochen durch, statt sich zu erinnern.
Konkret:
- Meilensteine in fünf Bereichen — Grobmotorik, Feinmotorik, Sprache, Sozialverhalten, Kognition. Abgehakt wird, was erreicht ist; der Katalog reicht bis 24 Monate und passt damit zur U7, nicht mehr zur U7a.
- Töpfchen-Modus im Windel-Eintrag mit drei Status: „Saß, aber trocken“, „Töpfchen“, „Malheur“.
- Wachstum: Gewicht und Länge werden in die WHO-Perzentilkurven eingezeichnet; für den Kopfumfang speichert die App den Wert, aber keine Kurve.
- Arztbesuch mit Datum, Anlass, Name der Ärztin und Notiz. Eine eigene Rubrik für U-Termine hat die App nicht — wie Sie die U-Nummer trotzdem sauber ablegen, steht im digitalen U-Heft.
Premium brauchen Sie für den Familienzugriff, die KI-Funktionen, den PDF-Export des Tagebuchs und ein zweites Kind; in den ersten 14 Tagen nach der Registrierung ist Premium ohne Karte freigeschaltet. Für die Vorbereitung auf die U7 reicht danach der kostenlose Plan: Meilensteine, Töpfchen, Messungen, Arztbesuche und die Chronik der letzten 60 Tage bleiben offen — tiefer ins Archiv geht es mit Premium.
Was in diesem Alter sonst typisch ist, fasst die Monatsseite 24 Monate zusammen. Für die U7a gibt es keine Monatsseite: Unsere Altersseiten enden bei 24 Monaten.
Häufige Fragen zur U7 und U7a
Wie alt ist ein Kind bei der U7a?
Die U7a liegt im 34. bis 36. Lebensmonat, also in den drei Monaten vor dem dritten Geburtstag. Die U7 davor liegt im 21. bis 24. Lebensmonat.
Was wird bei der U7a gemacht?
Der Umfang ist bundesweit vorgegeben, die Praxis führt ihn durch. Wir geben ihn hier nicht wieder — was Sie planen können, ist Ihr Teil: der ausgefüllte Elternfragebogen und die Fragen, die Sie nicht vergessen wollen.
Wir haben die U7 verpasst — was jetzt?
Rufen Sie in der Praxis an. Die Zeitfenster sind fest; ob und wie sich ein verpasster Termin nachholen lässt, klärt die Praxis. Kein Grund zur Panik, aber auch nichts, was man liegen lässt.
Steht bei der U7 oder U7a eine Impfung an?
Im deutschen Impfkalender folgt nach den Dosen mit 15 Monaten bis zum dritten Geburtstag keine reguläre Dosis. Ob bei Ihrem Kind etwas nachzuholen ist, klärt die Praxis — der Termin ist eine gute Gelegenheit, den Impfpass mitzunehmen.